Montag, 27. Juni 2011

Tag 20

Während ihr in Deutschland schwitzen müsst, ist es bei uns angenehm warm!
Nun sind es schon fast 3 Wochen, dass ich hier bin und alles ist gut - jetzt habe ich schon 1/3 geschafft!
Mein Terminkalender ist im Juli schließlich auch schon ziemlich voll; damit ihr einen Überblick habt:


Fr, 01. Juli: Babysitting (sie ist 12 Jahre alt) - wahrscheinlich schauen wir zusammen einen Film.

Sa, 02. Juli: Björns Geburtstagsparty mit ca. 40 Gästen

Di, 05. Juli: Björns Geburtstag (50)

Do, 07. Juli: Dinner im Pub für mich :)

Sa, 09. Juli: nigerianische Hochzeit bei uns im Garten

So, 10. Juli: Ipeks Geburtstag und -party (70) - ihr seht wir haben alle nen Runden, der 1er Jahrgang ist einfach der Beste!

Fr,  15. Juli - So, 17. Juli: Royal Airshow (1 Mile von uns entfernt ist ein militärisches Airfield und da fliegen dann die ganzen Jets und so rum - interessiert mich nicht so sehr, aber es Menschen kommen aus der ganzen Welt hierher! Ich würde ja hingehen, aber das Spektakel schau ich mir lieber von Weitem an, da der Eintritt von 40 pounds mir ein BISSCHEN zu teuer ist)

So, 17. Juli: Ankunft von meinem herzallerliebsten Juuuuuuuliaaaaaaaaaaaaaan :) ich freu mich!

Mi, 19. Juli: Irgendeine Party bei uns im Garten, worum es geht hab ich noch nicht genau verstanden, Charity auf jeden Fall.

Do, 20. Juli - So, 24 Juli: Wochenende in London - London Eye, Big Ben und Queen, hello!

Morgen kommen ein Paar Garten- und Blumenbilder :)

Freitag, 24. Juni 2011

Oxford

Heute morgen bin ich mit Ipek nach Oxford gefahren, weil sie zu einer Untersuchung zu ihrem Arzt musste. Der ist in einer privaten Klinik, während sie bei der Untersuchung war, hab ich mir einen Kaffee (für umsonst) geholt aber der war soooo eklich bääh echt! Da zahlt man einen Haufen Geld dafür, dass man privatversichert ist und bekommt net mal n gschaiden Kaffee aus dem Automaten.
Danach sind wir mit dem Bus ins Zentrum gefahren, Ipek hat mir die Colleges gezeigt und erklärt. Aber ich glaube, man kann sich das Studieren ohne Stipendium in Oxford als Normalsterblicher nicht leisten - ca. 24000 pounds pro Jahr! Dafür hat man einen tollen Campus und einen sicheren Job.
Danach sind wir in eine Markthalle gegangen, das war echt faszinierend, glaube ich hatte echt ewig den Mund offen vor lauter Staunen. Überall tolle Boutiquen und Shops und natürlich Delikatessen ohne Ende! Einen Apple Pie haben wir mitgenommen, für Sonntag zum Pudding. Eigentlich wollte Ipek auch noch Rinderzungen kaufen, aber die hätten die Strecke nach Hause nicht überstanden - thanks god!
Da konnte ich natürlich nicht wiederstehen und musste mir ein Paar tolle Sachen kaufen :)
Zu Hause angekommen, gab es dann heute wieder Fisch: Rochen!
Hab ich davor noch nie gegessen, aber ist echt gut!
Bilder folgen morgen - bin gerade zu müde eine Stunde zu warten bis sie hochgeladen sind!

Oxford University
typische Mensa in Oxford
Campus
Bücherei
Sightseeingbus beladen mit fotografierenden Japanern :)
mitten in der Einkausmall
bezahlen die dafür, dass die Fische die Schuppen wegessen
ist doch echt wiederlich! Die spinnen die Engländer!

Market
Market
It looks pretty!
glaub aber nicht, dass er besonders toll schmeckt!
meine neue Errungenschaft :)


Bestes Dinner bis jetzt

Gestern war ich ziemlich lange in der Küche beschäftigt:
ich habe unter erschwerten Bedingungen und zum ersten Mal ganz alleine, einen Schmandkuchen gebacken - ohne Schmand und Quark (gibt es in diesem Land ja nicht!).
Dann nimmt man halt saure Sahne und Vanillepudding der irgendwie orange aussieht!
Hoff mal ihr werdet jetzt alle neidisch:

das Schlachtfeld muss man erstmal beseitigen!
die Mühe hat sich gelohnt!
zuerst gabs Vinegarcrisps (Essigchips) schmeckt echt eiwandfrei! :)
zum Dinner natürlich ein Bordeaux - Merlot
Makrele...
... mit Rosmarinkartoffeln und Artischocken so lecker!
zum Pudding mein Kuchen
also Tony hats geschmeckt :)


Mittwoch, 22. Juni 2011

Autopanne, Weißwein und andere schöne Dinge

Hello aus dem im Moment angenehm, sonnigen England. Nachdem ich mir eine, bitter nötige, Mittagspause gegönnt habe, sitze ich im Garten und genieße die Sonne. Mein Bauch hat mich heute Nacht nur 3 Stunden schlafen lassen – bis jetzt hat mein belly aber sehr toll mitgemacht in England!
Ich weiß echt nicht wo ich anfangen soll: mein englisches Leben hat sich zu einem Abenteuer entwickelt…
Derzeit haben wir zwei Damen als B&B-Gäste da, die schon seit 19 Tagen (jeden Tag 10 Meilen) an der Themse entlang laufen. Da Ipek ihre Cousine für ein paar Tage in London besucht, bin ich hier mit Tony allein daheim. Gentleman wie er ist, hat er den zwei Ladies vorgeschlagen sie am Ende ihrer Wanderung abzuholen, damit sie kein Taxi bezahlen müssen. Also sind wir gestern Nachmittag in eine 6 Meilen entfernte statt losgefahren – mit Ipeks Auto, da seins zu klein ist.
Allerdings hatte er schon Probleme beim Fahren: Er hat den Gang nicht gut reinbekommen, dann hats geknarrt (ich immer gedanklich: oh nein!), auf dem Beschleunigungsstreifen auf eine 4-spurige Straße hat er angehalten, weil LKWs gekommen sind – da hätt man eeewig rausfahren können! Da frag ich mich: warum heißt ein Beschleunigungsstreifen, BESCHLEUNIGUNGSstreifen? Auf jeden Fall haben wir die zwei Damen gleich gefunden und wollten wieder heimfahren, doch dem war nicht so:
In der Stadt in der wir fuhren, gab es komische, ich nenn es mal „Gehwegausbuchtungen“ (da kommt der Geweg in die Straße rein und man sollte EIGENTLICH ;) einen Bogen fahren), Tony übersieht diese aber und PENG voll über den Gehweg – wenn schon denn schon: mit Vorder- und Hinterreifen. Natürlich sind jetzt beide Reifen recyclingfähig und ich weiß nicht, wie gut es der Vorderachse geht. Dann war zu der Zeit auch noch Rushhour und wir haben 2 Stunden auf den Abschleppdienst gewartet. Auf jeden Fall sind wir alle gut heimgekommen und das Auto ist jetzt bei der Werkstatt.
Bei Tony werde ich wohl nur noch bedingt/gezwungenermaßen mitfahren, weil ich fühl mich da verständlicherweise nicht sehr sicher! Vielleicht sollte ich doch noch lernen auf der falschen Seite zufahren…?!
Eine Stunde später hatte ich ein Date mit Ipeks Freundin, ihrem Mann und Sohn in unserem süßen Dorfpub „The Georges“.  Dort war eine Quiznight, wo Fragen gestellt wurden wie zum Beispiel: Was hat mehr Kalorien: ein hartgekochtes Ei, ein Esslöffel Zucker oder ein Esslöffel Butter? Wann ist Prinzessin Diana gestorben? Wer war der erste König Englands der sich scheiden lassen hat?
Ich war übrigens die Einzige an unserem Tisch, die die Antwort auf die letzte Frage beantworten konnte – Henry der 8. der Tyrann (hat alle seine Frauen Köpfen lassen, außer von einer hat er sich scheiden lassen).  Abendessen gab es allerdings erst um 9 (Riesenwürste mit nem Berg von Kartoffelbrei und Zwiebeln – so lecker), weshalb ich meinen Hunger mit Weißwein stillen musste – Teatime war ja wegen dem Unglück ausgefallen. Das Vorurteil, dass Engländer viel trinken und immer besoffen sind kann ich übrigens teilweise bestätigen: Freitag ist Benderday (Besäufnistag) wo sich viele Engländer einen reinleeren um das Wochenende zu feiern!
Gestern und heute habe ich endlich etwas Ordnung in die Küche gebracht und habe es tatsächlich geschafft zwei Waschkörbe mit Müll zu füllen (mal sehen ob Ipek das auch so sieht wenn sie wieder da ist!) Dieses Wochenende haben wir den Garten offen, was heißt, dass eigentlich ziemlich Gartenarbeit zu tun ist, aber Tony und ich entspannen lieber bei dem ausnahmsweise mal schönen Wetter. Morgen sind mehr Wolken angesagt, das Wetter ist besser geeignet ;)
Heute Abend bin ich auch noch zu einem Dinner eingeladen – mal sehen ob das genauso lustig wird wie gestern Abend! Wunschpudding: Crumble mit custard!

Samstag, 18. Juni 2011

so crazy!!!

Tony ist ja echt toll, aber irgendwie hat er auch einen kleinen Knall:
Ich habe ihn heute Mittag gefragt, ob er mir (mal gschwind) beibringt, wie man so toll malt. Dann hat er mich einen Baum malen lassen bzw. er hat die Farben gemixt und Tipps gegeben. Also wollte er eine grün Farbe mischen für die Blätter, aber das Grün, das auf seinem Pinsel war hat ihm nicht gefallen. Normalerweise würde man den Pinsel in Wasser tunken und die Farbe verfärben. Was tut Tony: nimmt den Pinsel in den Mund und macht ihn so sauber! Oh Mann ich musst echt loslachen und hab gesagt:"Tony that's not good for you!" und er grinst zurück: "It's only watercolour." Neue Geschäftsidee: Wasserfarbe als Lebenselixier :-D

Freitag, 17. Juni 2011

news from the island

Tony's Malörtchen - hier entstehen seine, in ganz England beliebte und bekannte, Gemälde

Jetzt bin ich schon eineinhalb Wochen in England und ich habe soooo viel erlebt.
Die Engländer sind alle sehr nett und höflich, politeness wird hier groß geschrieben! Von der englischen Freundlichkeit könnten sich die Deutschen ruhig mal ne Scheibe abschneiden…

Natürlich ist die Höflichkeit immer etwas aufgesetzt, wenn ich jemandem vorgestellt werde ist das Erste was die Person sagt: „How are you?“. Ob s mir wirklich gut geht oder eher „alright“ interessiert da nicht, also sage ich immer, dass es mir „fine“ geht!
An die Teatime habe ich mich auch schnell gewöhnt und mein alltäglicher Pfefferminztee schmeckt mir immernoch.
Apropos alltäglich: auf einige Anfragen per Mail werde ist mal meinen „Alltag“ schildern, wobei es nur wenige Dinge gibt die sich jeden Tag wiederholen.
Morgens stehe ich um ca. 8 Uhr auf, „kurzer“ Umweg ins Bad und dann gibt’s erstmal Frühstück. In Deutschland Frühstücke ich nie, aber hier ist irgendwie sowieso alles anders. Ich bleibe allerdings eher beim Continental breakfast, also Cornflakes, Toast mit Jam nicht Marmelade (mit Marmelade ist in England nur Orangenmarmelade gemeint und Jam ist Erdbeer-, Himbeer-, Brombeer[…]marmelade). Die B&B-Gäste bekommen bacon, sausages, und fried eggs (Spiegelei), scrumbled eggs (Rührei) oder boiled eggs (gekochtes Ei), Obstsalat, Müsli, Cornflakes, Orangensaft, Kaffee oder Tee, Toast, Marmelade …
Danach habe ich unterschiedliche kleine Jobs zu tun wie Wäsche aufhängen oder bügeln, Betten frisch beziehen, Silber polieren, Pflanzen gießen usw.
Donnerstag morgens gehen wir immer zum painting club vom Dorf, wo wir mit Akrylfarben malen; Freitag morgens geht’s immer ab zum Lidl – wobei ich so n richtigen, großen, englischen Supermarkt schon gerne mal sehen würde, vielleicht nächsten Freitag!
Ich gewöhne mich gerade daran alle zwei Tage joggen zu gehen, aber über 20 Minuten geht noch nichts!
Lunch fällt bei uns ziemlich klein aus, meistens gibt es Brot mit Schinken oder Käse, aber ich brauch was Gschaides zum Mittagessen und wenig zum Abendessen, also mach ich mir ab und zu Nudeln oder Reis und natürlich essen die Zwei mit. Zum Dinner gibt es sehr viel zu essen: jeden Abend Fleisch (nicht sehr gesund) mit Gemüse und Beilage – und alles frisch! Da hab ich echt Glück weil sich fast alle Engländer ausschließlich mit Fastfood ernähren. Danach essen wir immer Pudding: Obstsalat, Cake, oder Apple Pie und ALLES mit Cream (die schlagen die Sahne nichteinmal - einfach drüberleeren)!
Schon komisch diese Engländer, aber liebenswürdig – ich hab schon so viele neue Spitznamen:
Tony und Ipek nennen mich immer entweder „my Dear“ , „Darling“ oder Camilla :D Die meisten Engländer sprechen meinen Namen echt komisch aus: Camaiol oder so ähnlich!
Ganz wichtig ist mein Neustes alltägliches Ritual: jeden Tag schaue ich mindestens eine Folge „How I met your mother“ (natürlich auf Deutsch) an – anbei nochmals herzlichen Dank an Juliano :-)
Ansonsten zeigt mir Ipek die Gegend: viele offene Gärten, kleine Dörfer (Bibury gilt als das schönste Dorf Englands, mich hat es an Herr der Ringe erinnert :-D ) und natürlich shops.
Worum ich euch allerdings beneide, bei euch ist tolles Wetter und ihr werdet immer brauner, während ich bleicher und bleicher und bleicher werde... Naja vielleicht kommt der Sommer auch noch zu uns :-)
Ich werde versuchen regelmäßig zu erzählen was hier so vor sich geht aber ich bin relativ selten online bzw wenn dann nicht sehr lang!
Hab euch alle sehr lieb!
Eure Tochter, Schwester, Enkelin, Freundin, Kollegin (herzlichen Gruß an den ganzen solutionclub) und Bekannte ;)
Camille

Hier noch n paar Bilder als "Verbildlichung" des Texts für faule Nichtleser ;-)


creativtime
beim summerhouse anmalen
Bibury
Bibury - scheee oder?
Die hätt ich echt streicheln können, aber ich mag ja keine Hühner oder huhnähnliche Tiere :-D
Das meinte ich mit Herr der Ringe - sieht doch aus wie bei den Hobbits oder?
sooooo funny

Sonntag, 12. Juni 2011

stressy saturday

Hallooo ihr Lieben,

ich denke über den heutigen Sonntag werde ich nicht viel zu erzählen haben - es regnet die ganze Zeit und ich werde mich ein bisschen von gestern erholen...
...gestern war Aktion ohne Ende:
Zuerst hat mich Tony nach Fairford gefahren, damit ich mir stamps (wie heisst das nochmal auf deutsch?) für die vielen Postkarten die ich noch schreiben möchte kaufen konnte. Das ARME Auto: Wir sind mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 miles (wer wissen möchte wie viele km/h das sind, nimmt den genannten Betrag bitte mal 1,6!) über die Landstrasse "gebrettert" - im FÜNFTEN Gang :D Aber wir sind ja heil dort angekommen, obwohl wir immer auf der falschen Seite gefahren sind - da hatten wir echt Glück ! ;)
Dann war Lunchtime und direkt danach sind wir in ein anderes Dorf namens Southrop gefahren wo ein Dorffest stattgefunden hat:
Nichts mit Bierbänken, Kapelle, Bier, Steak oder Rote!
Dort gab es cake&tea, Musik aus einer Stereoanlage wozu Kinder in trachten Volkstänze getanzt haben, viele verschiedene Atraktionen,wie z.B. mit dem Bogenschiessen - der Mr. dort hat gemeint ich wäre ein Naturtalent, weil ich jedes mal getroffen habe und er wollte mir nicht glauben, dass ich es zum ersten Mal gemacht habe. Allerdings habe ich davor auch ein Glas PIMM'S getrunken - mmmmmh der war lecker!
Für alle die nicht wissen was PIMM'S ist:
Das ist das beliebteste Sommergetränk der Engländer. Es besteht aus Gin (Pimm's), Sprite, Orange, Zitrone, Apfel, Gurke und Minze. Werd sicher ein oder zwei Flaschen davon mit heimbringen!

Ipek und der Bjoern von hinten
Dorffest
PIMM`S-Bar
Da seid ihr aber neidisch oder???

Als wir wieder daheim waren haben wir die Lasagne für den Safariabend vorbereitet. Der Pfarrer der Gemeinde scheint sehr modern und engagiert zu sein und hat einen Safariabend organisiert:
Es gibt eine Vorspeise, einen Hauptgang und Pudding - jeder dieser Gänge findet in unterschiedlichen Häusern statt und es wird ausgelost wer zu welchem Gang wohin geht. Wir haben die Vorspeise ausfallen lassen, da wir für den Hauptgang zuständig waren: Lasagne mit Salat und Knoblauchbaguette :)
Danach ging ich alleine in ein anderes Haus wo es Pudding gab, denn Ipek wurde einem anderen Haus zugeteilt. Pudding hat in England übrigens nicht die gleiche Bedeutung wie in Deutschland, Pudding bedeutet einfach nur Nachtisch. Also saß ich mit 7 fremden Menschen am Tisch und hab mit ihnen Crumble mit Vanillesosse und Cheesecake mit Strawberrys, Blueberrys und Cream gegessen- miami miami
Natürlich haben sie mich dann auch gefragt woher ich bin, und sobald ich meine Herkunft verraten hatte, hat sich der Dialog dem zweiten Weltkrieg zugewendet - war schon etwas unangenehm, aber die waren ansonsten echt alle sehr nett! Übrigens wie alle Engländer die ich bisher getroffen habe. Roule N° 1: politeness. Nach dem Pudding gings dann ab in den Pub, aber da hat es mich nicht sehr lang gehalten.

Bjoern und Ipek von vorne ;)
Tony in seinem schicken Anzug und ich
unsere Essenstafel für das perfekte Dinner ;)

Ihr könnt euch echt nicht vorstellen, wie anstrengend es ist, den ganzen Tag eine "fremde" Sprache zu hören und zu sprechen.
Also werde ich heute entspannen :)
Jetzt hätte ich fast das lustigste am gesamten Abend vergessen:
Ipek, Bjoern (kommt aus Schweden und wohnt in dem Appartment im Manor) und ich sind heimgegangen und haben unsere Schlüssel vergessen. Tony hat wohl schon geschlafen und Ipek hat mir ein paar Kieselsteine gegeben um diese an sein Fenster hochzuwerfen. So did I - und mein neues Armband ist mir vom Arm gerutscht gegen das Fenster geknallt und liegt jetzt auf dem Dach! Bin echt gespannt wie ich das jemals wieder runterbekomm? Natürlich ist Tony von dem Lärm nicht aufgewacht, aber glücklicherweise sind unsere BnBs (Bed and Breakfast-Gäste) gerade vom Pub heimgekommen und konnten uns das Haus aufschliessen !

.
Ich wünsche euch einen schönen, hoffentlich sonnigen, erholsamen Sonntag!


Salut, fühlt euch gedrückt!
Camille

Samstag, 11. Juni 2011

Jetzt weisst ihr Bescheid ;)

Über den Wolken - yeaaaah ich bin endlich in England
Heathrow Airport mit zehntausend Gepäckbändern
Muffin vs. Heimweh (Muffin = winner)
kleines, aber feines Badezimmer
My room - das eigentlich eher aus einem Bett, einem großen Fenster und einem schmalen Gang besteht.
Ausblick aus meinem Zimmer :)
auf diesem Bild sieht man übrigens nur 1/4 von dem ganzen Manorgarten!
Diningroom - wir essen eigentlich immer in der Küche oder im Sittingroom
Sittingroom
Ipek
Eine kleine Schmuckboutique in Cirencester - und so sehen hier fast alle Läden aus - voll toll:)))
Und jetzt denkt mal alle (die Mamie kennen) bitte an Mamies cheminé - brudaaaaaal ähnlich oder?

Donnerstag, 9. Juni 2011

Erste Eindrücke

Hallöle ihr Lieben,
jetzt bin ich schon seit drei Tagen in England und habe sehr viel zu erzählen. Habe schon einen ersten Text geschrieben, aber da ist alles durcheinander und ich versuche daher meine Eindrücke etwas zu sortieren.

Anreise nach England:
Der Flug war supi, ich saß am Fenster, hatte ne super Aussicht über den Ärmelkanal und London und meine Nebensitzerin hat die ganze Zeit geschlafen und nicht allzuviel Platz für sich in Anspruch genommen. Am Heathrow Airport hatte ich zunächst leichte Orientierungsprobleme, aber eine Gruppe von deutschen Geschäftsmännern hat mir dann erklärt, dass man in England nochmal durch eine Passkontrolle muss wenn man gelandet ist.
Anschließend – nach 1,5 Stunden Wartezeit habe ich den Bus nach Swindon genommen, wo mich dann Ipek abgeholt hat.

Ipek und Tony Williamson:
Ipek ist die Besitzerin der Hofguts und ist ganz nett – sie erinnert mich sehr an Mamie:
Etwas zerstreut aber immer herzlich. Kochen kann sie allerdings nicht so gut!
Wie alt sie ist weiss ich nicht genau. Sie hat gesagt ich solle mal schätzen wie alt sie ist und ich sagte 72 (ich dachte ich hätte sie schon jünger gemacht) aber OOOOOOOPS sie meinte danach etwas mürrisch dass schon noch eine 6 vorne stehen würde :D
Ipek hat zuerst Französisch und Italienisch und dann Kunstgeschichte studiert und dank dessen können wir uns ab und zu bei Lücken auf Französisch verständigen. Jetzt herrscht in meinem Kopf schon totales „DFE-Chaos“ (Deutsch-Französisch-Englisch)!
Tony ist ein trotz seines hohen Alters (93) noch sehr aktiv im Garten und ihn hätte ich auch jünger geschätzt. Oh Mann verkehrte Welt :D Er trinkt bei jedem Mittagessen sein Weissweinle und abends Gin mit Seven Up, vielleicht ist er ja deswegen so alt. Außerdem scheint er ein in England relativ bekannter Künstler zu sein.

Haus:
Das Haus ist unbeschreiblich und irgendwie ein bisschen komisch.
Es gibt 3 wichtige Räume: einen Sittingroom, einen Diningroom und einen französischen Raum.
Diese Räume sind ausschließlich mit teuren, antiken und wertvollen Möbeln bestückt-sowas habe ich noch nie gesehen! Der französische Raum besteht aus Möbeln von Louis 14 und Louis 16 und sonstigen mittelalterlichen Kunstwerken. Leider darf ich von dem f. Raum keine Bilder online stellen hat Ipek gesagt.
Ansonsten gibt es vier Gästeschlafzimmer (ein Blaues, ein Chinesisches, ein kleines Appartment): Ich hab das ROSANE Zimmer.
Meine größte Sorge hat sich in Luft aufgelöst: mein Bett ist groß, bequem und ich habe 3 Kissen und 2 Decken. Außerdem ist die Sicht aus meinem Schlafzimmer auch schön!
Allerdings sind die Privaträume das totale Gegenteil von den Gäste- /Vorzeigeräumen.
Die Küche ist das totale Chaos: ich würde ja gerne aufräumen aber ich weiß echt nicht genau wo. Auf jeden Fall werde ich da bissle Ordnung reinbringen mit der deutschen Gründlichkeit ;)

Garten:
Der Garten ist rieeeeeesig: ich glaube 8 Ar hat sie gesagt! Er ist bekannt für die vielen Schneeglöckchen die dort im Winter blühen. Außerdem ist der vegetable’s garden ziemlich voll und auch nicht zu verachten. Also sind zwei Gärtner nötig um den Garten zu pflegen und zu hegen und natürlich 2-mal wöchentlich den Rasen zu mähen.

Jobs:
Ich weiss jetzt wie man englisches Frühstück macht, wenn die nächsten Gäste da sind bin ich dran. Den Frühstückstisch zu decken ist auch eine ganze Zeremonie. Ansonsten habe ich schon einige Gartenarbeiten erledigt (Träuble pflücken, Pflanzen giessen…). Apropos Pflanzen gießen, Ipek hat mir gesagt ich soll den Pflanzen ein Paar „vitamins“ geben-einfach zwei Löffel blaues Pulver in die Gießkanne rein und gut mischen. Die armen Pflanzen , ich habe sie dann anschließend echt ungern gegossen. Bügeln, Wäsche aufhängen, Betten machen (nach englischer Art) – einfach Mädchen für alles.

Im Moment fühle ich mich nicht sehr wohl: Kempsford ist ein kleines Dorf am A**** der Welt, dort gibt es nicht mal ein Lädle (!) und das wäre doch so bitter nötig da ich Hunger habe, da das Essen nur mittelmäßig ist. Ansonsten ist alles OK, aber ich merke jetzt schon dass das nicht meine Welt ist hier.
Vielleicht gefällt es mir ja in ein paar Wochen besser, ansonsten werde ich wohl auf Abenteuertour durch England gehen.
Ach da fällt mir noch eine Kategorie ein:

Wetter:
Was soll ich dazu noch sagen???

Auf jeden Fall vermisse ich euch alle schon sehr!
Liebe Grüße
Camille